Klimaschutz - das allgäu handelt
Das Allgäu will mit einem gut geplanten und effizienten Vorgehen alle Bereiche und
gesellschaftlichen Gruppierungen in ein Aktionsprogramm zur deutlichen Reduktion der CO2-Emissionen einbinden. "Klimaschutz - das Allgäu" handelt soll auch als Vorbild für eine spätere Umsetzung in anderen Regionen Deutschlands und Bayerns dienen. Die Initiative wird von einer breiten Basis aus Kommunen, Wirtschaft und Initiativen des Allgäus getragen.
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Ziele
Mit „Klimaschutz – das Allgäu handelt!“ sollen die folgenden Ziele erreicht werden:
- Die CO2-Emissionen im Allgäu sollen in allen Bereichen deutlich reduziert werden. Dies bedeutet sowohl CO2-Reduktionen bei Verbrauchern wie auch bei Wirtschaftsunternehmen, Kommunen, Vereinen und sonstigen Organisationen.
- Die CO2-Reduktionen sollen sowohl durch bewusstes Verhalten wie auch durch Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien erreicht werden. Eine Quantifizierung der Zielsetzung soll im Laufe der Projektumsetzung gemeinsam mit den politischen Entscheidungsträgern erfolgen.
- Das Bewusstsein für Klimawandel und Handlungsmöglichkeiten soll geschärft werden.
- Die regionale Wirtschaft soll durch höhere Investitionen in erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung zusätzliche Impulse erhalten.
- Durch den Kauf von Klimapunkten für die restlichen CO2-Emissionen durch teilnehmende Bürger, Unternehmen und Kommunen wird der Allgäuer Klimaschutzfond finanziert. Dieser fördert ausschließlich regionale Klimaschutzprojekte.
- Das Allgäu profiliert sich als umweltbewusste Wirtschafts- und Tourismusregion
Allgäuer CO2-Diät
Zielsetzung der CO2-Diät ist, sowohl Privatpersonen wie auch Unternehmen, Kommunen, Vereine und Initiativen dazu zu bewegen, sich eigene CO2-Minderungsziele für ihren jährlichen CO2-Ausstoss zu setzen.
Im Rahmen des Programms „Klimaschutz – das Allgäu handelt!“ werden die Teilnehmer bei der Ermittlung Ihrer Emissionen unterstützt und beraten, welche Möglichkeiten zur Reduktion der Emissionen bestehen.
CO2-Diät für Privatpersonen
Für Privatpersonen wird im Internet ein CO2-Rechner angeboten, über den eine schnelle und einfache Ermittlung der eigenen Emissionen möglich ist. Außerdem, und dies ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Konzept, wird das mit über 3000 persönlichen Beratungen pro Jahr bereits sehr erfolgreich arbeitende Netz aus 45 eza!-Energieberatungsstellen im Allgäu auch zur Berechnung und Beratung für CO2-Emissionen herangezogen. Privatpersonen können sich somit, als Alternative zum Internet auch in einer beliebigen eza!-Energieberatungsstelle ihre CO2-Emissionen kostenlos berechnen lassen und erhalten hier auch gleich fachkompetente Ratschläge für eine Reduktion der eigenen Emissionen.
Allgäuer CO2-Diät für Kommunen, Unternehmen, Vereine und Initiativen
Für größere Unternehmen, für Kommunen und auch für größere Vereine und Initiativen ist eine Ermittlung nicht so schnell und einfach über das Internet wie für Privatpersonen möglich. Für diese Zielgruppen wird daher ein individuelles CO2-Monitoring durch eza! angeboten. Die Kosten für den Teilnehmer werden dabei von dem jeweiligen Aufwand abhängen. Für kleine Unternehmen, Vereine und Initiativen ist auch die Nutzung des CO2-Rechners im Internet sowie der Klimaschutzberatung in den eza!-Energieberatungsstellen möglich. Nach Ablauf der Erfassungsperiode(üblicherweise ein-drei Jahre) wird festgestellt, ob die Teilnehmer ihr Ziel erreicht haben. Zielerreichung wird mit einer Auszeichnung honoriert. Überschüssige Emissionen können freiwillig durch eine Klimapatenschaft und die damit verbundene Förderung des Allgäuer Klimaschutzfonds ausgeglichen werden.
Klimapatenschaft
Für Teilnehmer (sowohl Privatpersonen wie auch Unternehmen und Kommunen), die ihr CO2-Diätziel erreicht haben, besteht die Möglichkeit der freiwilligen Klimapatenschaft. Das bedeutet den Erwerb von Klimapunkten (ein Klimapunkt für jede Tonne CO2) und die damit verbundene Förderung des Allgäuer Klimaschutzfonds. Dieser initiiert ausschließlich regionale Emissionsminderungsprojekte.
Es können sich beliebige Projektträger für eine Förderung durch den Klimaschutzfonds bewerben. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Förderung durch den Klimaschutzfonds sind:
- Reduktion der CO2-Emissionen muss nach für Emissionsminderungsprojekte anerkannten Verfahren nachgewiesen werden.
- Projektstandort im Gebiet der Allgäu Initiative.
- Entscheidung des Allgäuer Klimaschutzbeirats für eine Förderung aus dem
Klimaschutzfond.
Zu einem späteren Zeitpunkt nach der Pilotphase soll die Entwicklung von eigenen bayernweiten oder evtl. auch regionalen JI-Projekten geprüft und bei geeigneten Projektideen intensiv voran getrieben werden.