Staaten übermitteln Klimaziele

Emissionsminderungen sind unverbindlich und wenig wegweisend

2. Februar: 55 Staaten haben dem Klimasekretariat in Bonn ihre konkreten Emissionsminderungsziele übermittelt. Diese folgten damit einer Vereinbarung des Weltklimagipfels in Kopenhagen vom Dezember. Im Wesentlichen werden die bereits zuvor genannten Klimaschutzziele bekräftigt. Bis 2020 wollen die USA 13% unter das Niveau von 1990; EU: 20% unter das Niveau von 1990; China: keine Minderungen, lediglich eine Eindämmung der Emissionssteigerung. Diese Angaben sind nicht bindend und dienen vor allem als Verhandlungsgrundlage für die nächste Weltklimakonferenz in Mexiko Ende des Jahres 2010.

Weltklimakonferenz kopenhagen gescheitert

klimagipfel ist gescheitert - es gibt kein Abkommen

Auch die 130 Staats und Regierungschefs konnten es nicht mehr richten. Es gibt kein verbindliches Abkommen, stattdessen nichtssagende Absichtserklärungen. Ehrgeizige Reduktionsziele soll es aus europäischer Sicht nur geben, wenn andere Staaten mitziehen. Auch Merkels Taktik folgt diesem Kindergartenniveau der Verhandlungsführung. Nicht einmal Deutschland ist bereit sich als Vorreiter zu positionieren und der Welt zu zeigen, dass sich wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz nicht ausschließen. China taktiert als Entwicklungsland und Industrienation wechselweise und will keinerlei Kontrolle zulassen, geschweige denn verbindliche CO2-Reduktionszusagen. Auf diese Weise wird es auch in Zukunft kein weltweites Abkommen geben. Eine Begrenzung der Erwärmung auf 2 Grad ist damit hinfällig, wenn - ja wenn nicht doch noch ein Wunder geschieht.
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USA und China blockieren sich gegenseitig

Kopenhagen-Vorbereitungskonferenz in Bonn

10. August: bei einer weiteren Klima-Vorbereitungskonferenz, die am 10.8. in Bonn beginnt, ringen die USA und China um Klimaziele. Beide Regierungen warten auf Signale des jeweils anderen Staates. China fordert von den USA und Europa eine 40% CO2-Reduktion bis 2020. Dann wolle man auch selbst handeln. China nimmt für sich in Anspruch noch immer ein Entwicklungsland zu sein und fordert UNterstützung von den Industrienationen. Due USA dagegen wollen sich nicht weiter aus dem Fenster lehnen solange China keine verbindlichen CO2-Reduktionsziele beschließt. Eine schwierige Pattsituation.

Klimaschutz auf dem G8-Gipfel

G8 Gipfel in L'Aquila

Die Staatschefs einigten sich auf dem G8 Gipfel auf die 2°-Grenze, welche die Klimaerwärmung nicht überschreiten darf (seit Beginn der Industrialisierung). Neu ist, dass die USA und Russland dieses Ziel anerkannt haben. Dies wird als Fortschritt gewertet. Bis 2050 will man die Emissionen halbieren. Für den Zeitraum bis 2020 wurden keine Ziele formuliert. Ob, und wie sich die Schwellenländer beteiligen ist derzeit noch unklar.

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