klimaschutzkonzepte
Ein integriertes Klimaschutzkonzept für Kommunen (mit bis zu 65% Förderung durch das Umweltministerium) umfasst sämtliche energierelevanten Bereiche des gesamten Gemeindegebietes (nicht nur die Gemeindeliegenschaften!). Städte und Gemeinden können für die Anfertigung eines Klimaschutzkonzeptes bis zu 65% Förderung durch das BMU erhalten. Für kleinere Gemeinden gibt es die Möglichkeit gemeinsam mit dem Landkreis eine Förderung zu beantragen. Förderanträge können voraussichtlich wieder Anfang 2012 gestellt werden.
hintergrundinfos zu den klimaschutzkonzepten
Nach der Bestandsaufnahme wählt das Energieteam geeignete Maßnahmen aus.
Das Energieteam jeder Kommune bestimmt Priorität, Kosten/Nutzen, Zeitplan und Verantwortliche.
Danach erfolgt die Umsetzung der gewählten Maßnahmen.
weitere Hintergrundinformationen
kommunen, die am programm teilnehmen
Kempten
Kempten ist einen Schritt weiter auf dem Weg zu einer Vorzeigestadt im Klimaschutz. Wie zuvor der Umweltausschuss, hat auch der Stadtrat das Klimaschutzkonzept einstimmig abgesegnet. Zugleich sprachen sich die Räte dafür aus, die Strategien auf das Jahr 2050 auszulegen, um bis dahin den Ausstoß von Kohlendioxid weitgehend zu minimieren. Es besteht die Hoffnung, dass Kempten in den Kreis einiger bundesweiter Pilotstädte aufgenommen und besonders gefördert wird.
Details zum Kemptener Konzept
Ostallgäu
Das Ostallgäu schreitet beim Klimaschutz voran: In seiner ersten Sitzung hat das Energieteam des Landkreises Ziele für künftige energiepolitischen Aktivitäten erarbeitet. Unter anderem ist geplant im Ostallgäu die jährliche Sanierungsquote im Altbau von einem auf zwei Prozent zu steigern, wobei der Landkreis als Kooperationspartner für Kommunen auftreten möchte. Außerdem soll der Ausbau der erneuerbaren Energien gemäß der Klimaschutzresolution des Landkreises mit Nachdruck vorangetrieben werden.
Details zum Ostallgäuer Konzept
bobingen
Der Klimaschutz ist in Bobingen auf dem besten Wege: Der Stadtrat hat das von eza! erstellte Klimaschutzkonzept verabschiedet. Das Ziel dabei ist, bis zum Jahr 2020 jährlich 99.000 Tonnen CO2 einzusparen. Dabei geht es nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um wirtschaftliche Faktoren: In Bobingen werden durch Bürger und Unternehmen bisher pro Jahr rund 63 Millionen Euro allein für fossile Energien ausgegeben. Durch die konsequente Umsetzung des Klimaschutzkonzepts können davon in Zukunft rund 32 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden.
Details zum programm in bobingen
zusatzinfos klimaschutz
Klima-Check des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV)
was steckt dahinter?
Nach der Bestandsaufnahme wählt das Energieteam geeignete Maßnahmen aus.
Das Energieteam jeder Kommune bestimmt Priorität, Kosten/Nutzen, Zeitplan und Verantwortliche.
Danach erfolgt die Umsetzung der gewählten Maßnahmen.
Wozu dient ein Klimaschutzkonzept?
- Bündelung und Vernetzung von bestehenden Aktivitäten (Strukturierung der Maßnahmen)
- Zusätzliche koordinierte Aktivität durch Gründung eines Klimaschutzteams (Experten und engagierte Bürger)
- Identifikation von Einsparpotenzialen
- Know How durch Informationsaustausch mit anderen Klimaschutzteams (eza!-Energieprogramm) und individuelle Betreuung durch eza!
- Aufbau neuer energiepolitischer Strukturen (z.B. Planung)
- Ermöglicht spätere eea® Teilnahme
- Landkreis, Stadt und Gemeinde werden ihrer Vorbildfunktion gerecht (Medienarbeit)
- Fördert Identifikation der Bürger mit der Stadt oder Gemeinde
Bestandteile eines Klimaschutzkonzeptes
- Energie- und CO2-Bilanz zur Standortbestimmung, Evaluation und Qualitätssicherung der Maßnahmen
- Gründung und Start eines Klimaschutzteams
- Eine Potenzialabschätzung
- Klimaschutzpolitisches Leitbild (als langfristige Orientierungshilfe)
- Entwicklung des Aktivitätenprogramms mit Bürgerbeteiligung (Kern des Konzeptes: hier wird unter Beteiligung aller relevanten Akteure ein konkretes Aktivitätenprogramm mit Zeitplan erarbeitet; wichtig: es wird auch geklärt wie die Maßnahmen mit wenig Kapitaleinsatz durchgeführt werden können)
- Konzeption von Medien- und Aktionskampagnen (zur Bewusstseinsbildung und Bürgermotivation)
eza! betreut die Kommunen bei der gesamten Konzepterstellung von der Beantragung der Fördermittel bis zur Begleitung der Umsetzung.
Zeitplan
Die Bearbeitung des Förderantrages dauert ca. 3-4 Monate. Das komplette Konzept mit allen oben aufgeführten Leistungen wird in maximal 12 Monaten erarbeitet. Dann geht es an die Umsetzung der Maßnahmen. Für diese stehen dann wieder Fördermittel des BMU zur Verfügung, die gleich nach Fertigstellung des Konzeptes beantragt werden.
Übrigens: dort, wo es sinnvoll ist, wird sofort mit der Konzepterstellung begonnen, auch Maßnahmen umzusetzen – man will ja nicht reden, sondern etwas tun!
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann schreiben Sie eine Mail an Dr. Hans-Jörg Barth oder rufen Sie an unter 0831-960286-85.