klimapaten
Wer sich über die eigenen Einsparmaßnahmen hinaus für den Klimaschutz im Allgäu einsetzen möchte, kann seine verbleibenden CO2-Emissionen ausgleichen. Dazu kauft der teilnehmende Teil der Gemeinde (z.B. die Gemeindeverwaltung) Klimapunkte und unterstützt damit den Allgäuer Klimaschutzfonds. Dieser initiiert regionale CO2-Minderungsprojekte im Allgäu und hilft auf diese Weise die Emissionen im Allgäu zu reduzieren (nämlich dort wo sie auch entstehen – und nicht in fernen Ländern wie z.B. Indonesien).
Für die Zeit des CO2-Ausgleichs (in der Regel 1 Jahr) ist man dann Allgäuer Klimapate. Dies kann man dann auch werbewirksam kommunizieren, da umweltbewusstes Handeln mittlerweile ein wichtiger Marktvorteil geworden ist und sich besonders für eine Tourismusregion wie das Allgäu anbietet.
Ein unabhängiger Beirat, der sich aus renommierten Persönlichkeiten des Allgäus zusammensetzt, sorgt dafür, dass nur Projekte in der Region gefördert werden, die auch deutliche Mengen an CO2 einsparen.
Die einzige Bedingung ist, dass man vor einer Klimapatenschaft seine CO2-Emissionen durch Effizienzmaßnahmen tatsächlich gesenkt hat.
klimschutzbeirat
Der Allgäuer Klimaschutzbeirat entscheidet über die Durchführung von CO2-Minderungsprojekten in der Region, die vom Allgäuer Klimaschutzfonds Unterstützung bekommen sollen.
Projektträger, die ein Projekt umsetzen wollen, wenden sich zu einer Vorprüfung an eza!. Dann wird zusammen mit eza! ein Projektdokument erstellt, das dem Beirat zur Prüfung vorgelegt wird.
Bei positivem Entscheid, wird das Projekt vom Allgäuer Klimaschutzfonds unterstützt.
klimaschutzfonds
Der Allgäuer Klimaschutzfonds erhält Gelder aus dem Verkauf der Klimapunkte. Ein Klimapunkt entspricht einer Tonne CO2. Der Preis beträgt in der Pilotphase 31 Euro pro Tonne CO2. In Zukunft soll sich der Preis an dem Marktpreis für CO2 orientieren.
Die einzige Funktion des Klimaschutzfonds ist die Förderung und Initiierung von regionalen Klimaschutzprojekten, die ohne eine finanzielle Unterstützung nicht umgesetzt werden könnten. Es werden auch nur Projekte gefördert, die nicht bereits durch das EEG unterstützt werden.
Der Klimaschutzfonds wird von eza! und der Allgäu Initiative verwaltet. Es besteht Berichtspflicht an den Allgäuer Klimaschutzbeirat, der als Kontrollgremium fungiert und einen Missbrauch verhindert.