Wussten Sie dass...

der Kostenanstieg des Strompreises von 2000-2010

für einen durchschnittlichen Haushalt 360 Euro im Jahr beträgt. Davon entfallen 60 Euro auf die EEG-Umlage (also die Finanzierung der Erneuerbaren Energien). ca. 300 Euro gehen allein auf die Preiserhöhungen der Energieversorger zurück!

der Strompreis an der Strombörse sinkt

weil die Erneuerbaren Energien zusätzlich Strom ins Netz liefern, werden teure Kraftwerke derzeit oft nicht mehr zugeschaltet. Dies senkt den Börsenstrompreis in einer Größenordnung von 3,6 bis 4 Mrd. Euro im Jahr (Merit-Order-Effekt).

sich durch die Erneuerbaren Energien die regionale Wertschöpfung erhöht

Die Kommunale Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien beträgt laut Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Jahr 2010 10,5 Mrd. Euro. Die Umlage des EEG wirkt daher wie ein sehr effizientes Konjunkturprogramm. Würde nicht in erneuerbare Energien investiert, dann müssten konventionelle Kraftwerke ausgebaut, erneuert oder sogar neu gebaut werden. Diese verursachen versteckte Kosten, die in der Stromrechnung nicht berücksichtigt sind (Kosten für Klima-, Gesundheits-, Umwelt- und Materialschäden – bei Rohstoffgewinnung, -Verarbeitung und Verbrennung sowie Endlagerung).

Durch Einsatz Erneuerbarer Energie in Deutschland

im Jahr 2009 2,2 Mrd. Euro eingespart wurden, weil keine fossilen Energierohstoffe gekauft werden mussten?

der deutsche Straßenverkehr subventioniert wird

...wie kaum ein anderer Bereich? Pro Jahr schießt der Staat für den PKW-Verkehr ca. 26 Mrd. Euro und für den LKW-Verkehr ca. 15 Mrd. Euro zu. In der Schwiez beispielsweise ist man hier schon weiter: Die Kosten werden nach dem Verursacherprinzip auf die Verkehrsteilnehmer umgelegt. So zahlen LKW ab 3,5 t auf allen Straßen. Für ein 40-Tonner liegt die Maut bei bis zu 80 ct/km gegenüber maximal 29 in Deutschland. Entsprechend ist der Güterverkehr der Bahn deutlich besser ausgebaut!

in der CO2-Bilanz von Deutschland

...nur innerdeutsche Flüge berücksichtigt sind? Diese machen gerade 5% des Flugaufkommens aus. Legt man stattdessen das getankte Kerosin zu Grunde, dann erhöht sich die CO2-Belastung auf 8% an den gesamtdeutschen Emissionen!

Ab 1212 sollen Fluggesellschaften dann für 15% Ihrer Emissionen finanziell aufkommen, die anderen 85% werden gratis zugeteilt. Die Deutsche Bahn dagegen muss für 100% ihrer Emissionen aufkommen! Zusätzlich erheben EU-Staaten auf Flugpreise keine Mehrwertsteuer und das Kerosin bleibt nach wie vor steuerfrei.

das Flugaufkommen in Deutschland

...alleine im Passagierbereich bis 2020 um über 30% auf 300 Mio Flüge pro Jahr ansteigen wird? Bei der Luftfracht sind sogar knapp 50% Zuwachs zu erwarten (auf 7 Mio Tonnen).

Toilettenpapier

...Toilettenpaper im 10 Rollen-Pack 2,4 kg CO2 erzeugt?
Davon entfallen 2,1 kg auf die Produktion, 0,12 kg auf die Rohstoffgewinnung, 0,09 kg auf die Entsorgung und 0,11 kg auf die Distribution. (Quelle: PCF-Pilotprojekt-Deutschland 2009; www.pcf-projekt.de)

ein Waschgang

...ein Maschinenwaschgang rund 700g CO2 erzeugt?
Davon entfallen rund 70% (510g) auf die Nutzungsphase (den Waschgang selbst – bei durchschnittlich 46°), ca. 20% (130g) auf Herstellung und Transport der Rohstoffe, und rund 10% (70g) auf Verpackung und Distribution.
Bei einer Waschtemperatur von 30°C reduzieren sich die Emissionen der Nutzungsphase um über 50% auf ca. 240 g CO2 !
Eine 60°C Wäsche hingegen erhöht die Emissionen der Nutzungsphase auf ca. 720g CO2 (Quelle: PCF-Pilotprojekt-Deutschland 2009; www.pcf-projekt.de).

Wichtig: Die meisten heute erhältlichen Waschmittel sind durch Enzyme so verbessert, dass sie auch bei niedrigen Temperaturen eine hervorragende Reinigungsleistung bringen. Wer auf 100%ige Keimfreiheit Wert legt, solle ein Wäschedesinfektionsmittel zugeben statt bei 90° zu waschen. Die meiste Wäsche kann problemlos bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden.

ein Tiefkühlessen

...ein Tiefkühlessen (Tagliatelle Wildlachs 500g tiefgefrohren) 1,32 kg CO2 erzeugt?
Davon entfallen 0,75 kg auf die Rohstoffgewinnung, 0,25 kg auf die Produktion, 0,05 auf die Distribution, 0,4 Produktnutzung, Entsorgung bei Recycling -30 g (Quelle: PCF-Pilotprojekt-Deutschland 2009; www.pcf-projekt.de).  

Tasse Kaffee

...eine Tasse Kaffe ca. 60 g CO2 erzeugt?
Davon entfallen bereits 33 g auf die Rohstoffgewinnung (Produktion auf einer Farm in Afrika), 4 g auf den Transport und die Verarbeitung (Röstung), 2 g für Filter und Entsorgung und 15-20 g durch die Kaffeezubereitung mit einer durchschnittlichen Kaffeemaschine (Quelle: PCF-Pilotprojekt-Deutschland 2009; www.pcf-projekt.de).

Durch ein Aufbrühen von Hand (elektrischer Wasserkocher und Filter) könnten die Emissionen um ca. 10 g pro Tasse gesenkt werden.

Bio Freilandeier

... 6 Bio Freilandeier ca. 1,15 kg CO2 erzeugen?
Davon entfallen ca. 700 g auf die Erzeugung der Eier im Legebetrieb (Futtermittel für Hennen, Haltung). Für den Verkauf in der Filiale fallen ca. 112 g an, 71 g für den Transport und ca. 250 g für die Produktnutzung (Backen, Kochen, Braten)(Quelle: PCF-Pilotprojekt-Deutschland 2009; www.pcf-projekt.de).

Sporttasche

...eine Sporttasche ca. 33 kg CO2 erzeugt?
Davon entfallen ca. 7 kg auf die Rohmaterialien (Polyester, Nylon), 23 kg auf die Produktion (Garnherstellung, Vernähung), Distribution 1,6 kg und Entsorgung 1,2 kg (Quelle: PCF-Pilotprojekt-Deutschland 2009; www.pcf-projekt.de).
Bei der Entsorgung entstehen ohne Wiederverwertung der Komponenten ca. 3 kg CO2-Emissionen. Dieser Wert wird durch Recycling auf 1 kg reduziert.

ca. 39% der CO2-Emissionen auf Milchprodukte entfallen?

...dies liegt vor allem an dem Methanausstoß der Kühe, welcher auf die Verdauung der Wiederkäuer zurückzuführen ist. Die Energiebilanz von Fleisch ist ebenfalls bedenklich. Hier entstehen immerhin mehr als ein Viertel aller CO2-Emissionen im Bereich der Nahrungsmittelproduktion. Sehr gering sind demgegenüber die Emissionen bei der Gemüseproduktion.

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